1. Welchen Stellenwert nimmt Kunst in Ihrem Leben ein?
Seit ich Kinder habe, den zweiten …

 2. Welche künstlerischen Vorbilder haben Sie am stärksten beeinflusst?
Rodin, Richter und Richard Patterson

Seerose 1 und 2 // Foto: M. Prinz

3. Welche anderen Berufe wären für Sie auch in Frage gekommen?
Pilotin oder Kunstlehrerin

4. Was brauchen Sie, um schöpferisch tätig zu sein?
Ausgeschlafen zu sein.

5. Woran arbeiten Sie gerade?

An Grundierungen in Kupfer-Metallic-Tönen. In den letzten Monaten habe ich zwei Wasserfälle in der Umgebung beobachtet; weniger das Wasser selbst, als die immense Farbigkeit des nassen Gesteins, ein aggressives Changieren zwischen cyan- und königsblau, ebenso an den bemoosten Stellen: phthalo- bis olivgrün, in allen Facetten. Der Fels erscheint mir rötlich (vielleicht der berühmte Trachytstein des Siebengebirges?), daher hatte ich die Kupfergrundierung vor meinem inneren Auge wie bei den Seerosenbildern die goldfarbene Grundierung, die durch die Grün-Blau-Lasierungen durchscheint. Gestern Nacht habe ich allerdings im Garten den Tümpel mit einer Unterwasserleuchte illuminiert und allerlei Wasserspiele ausprobiert, was ich mir als hochformatiges Bild auch gut vorstellen könnte.
Im Moment suche ich nach neuen Möglichkeiten oder vielleicht nach neuen Zugängen für meine Arbeit. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel mit Video und Serienaufnahmen herumprobiert. Das ist bisher eher gescheitert, aber ich versuche es weiter. Den Winter über habe ich wenige Aufnahmen gemacht und stattdessen versucht, alte Bilder von mir als Material für neue Bilder zu verwenden, sozusagen in meiner eigenen Arbeit zurückzugehen.

Aigina, 110 x 80 cm, 2025

6. Kunst und KI: Passt das für Sie zusammen?
Meine Bildfindung hat sehr viel mit Materialität zu tun. Ich baue im Atelier ständig neue Modelle für potentielle Bilder, Prototypen sozusagen. Das ist sehr zeitaufwändig und natürlich habe ich schon versucht, mir ein passendes Bild per Prompt vorschlagen zu lassen. Mir fehlt da leider eine Art von Schärfe zwischen den Farbübergängen. Schwer zu beschreiben.

7. Düsseldorf hat eine lebendige Kunstszene, womit sind Sie zufrieden und wo wünschen Sie Veränderungen?
Düsseldorf hat mich immer sehr beeindruckt, aber ich kenne es leider zu wenig.

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Julia Jansen

// 1972 in Bonn

// lebt und arbeitet in St. Augustin

// seit 1999 Meisterschülerin von Thomas Bayrle

// studierte an der Städelschule und de Ateliers, Amsterdam

// 2004 Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler

// wird von der Galerie Rehbein, Köln, u. a.  auf der Art Düsseldorf vertreten

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DIE GROSSE

Ins Leben gerufen wurde die Kunstausstellung im Jahr 1902 und feiert in 2027 ihr 125-jähriges Bestehen. DIE GROSSE ist heute die bedeutendste und älteste von Künstlerinnen und Künstlern organisierte Ausstellung im deutschsprachigen Raum. Über 44.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Ausstellung in diesem Jahr. Zu sehen waren 171 Künstlerinnen und Künstler mit über 350 Kunstwerke im Kunstpalast Düsseldorf, im NRW-Forum und im Ehrenhof.

Zum fünften Mal wurde bei der Finissage der Publikumspreis vergeben. In diesem Jahr ging die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung an die Malerin Julia Jansen aus Sankt Augustin bei Bonn, die mit zwei großformatigen Seerosenbildern die Herzen der Museumsbesucherinnen und Museumsbesuchern gewann.

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