Moderne Knorpelchirurgie in der OPND

Ein Sturz, eine Sportverletzung oder eine dauerhafte Fehlbelastung können den Knorpel im Knie lokal schädigen. Dr. med. Tobias Gensior aus der orthopädischen und unfallchirurgischen Praxis und Klinik Neuss/Düsseldorf (OPND) ist auf die Behandlung von Korpelschäden spezialisiert, die nicht zu verwechseln sind mit einer fortgeschrittenen Arthrose, bei der größere Gelenkflächen verschlissen sind.

Und nicht jeder Schaden, den das MRT zeigt, muss behandelt werden. „Ein Knorpelschaden, der keine Probleme macht, ist in aller Regel nicht behandlungsbedürftig“, sagt der Facharzt für Orthopädie, Spezielle Unfallchirurgie und Sportmedizin. Entscheidend sind die Beschwerden und mindestens ebenso wichtig ist die Ursachenforschung. Nach Gensiors Erfahrung lässt sich bei rund 80 Prozent der Patientinnen und Patienten ein Auslöser finden. Dazu gehören Kreuzbandinstabilitäten durch Kreuzbandrisse, Meniskusschäden, O- oder X-Beine sowie Probleme mit der Kniescheibe. Wird nur der Knorpel repariert, die Fehlbelastung aber nicht korrigiert, bleibt das eigentliche Problem bestehen.

Dr. med. Tobias Gensior von der orthopädischen und unfallchirurgischen Praxis und Klinik Neuss/Düsseldorf (OPND) // Foto: OPND

Reparatur nach Maß

Welche Methode bei einem schmerzenden Knie infrage kommt, hängt von der Lage und der Größe des Defekts ab. „Je größer der Schaden ist, desto höherwertiger muss das Knorpelregenerationsverfahren sein“, erklärt der Mediziner. Eine Möglichkeit ist die Knorpelchipstransplantation. Dabei wird lokal körpereigenes Knorpelgewebe entnommen und in winzige Stücke zerkleinert. Gleichzeitig wird dem Patienten Blut abgenommen, das wird zentrifugiert und ein mit Blutplättchen und Wachstumsfaktoren angereichertes Plasma hergestellt. Dieses Plasma wird anschließend mit den körpereigenen Knorpelchips vermischt und in den Knorpelschaden transplantiert.

Bei größeren fokalen Schäden ab 2,5 Quadratzentimetern kommt eine Knorpelzelltransplantation infrage. „Früher musste man hierfür ins Krankenhaus, heute ist das ein ambulanter Eingriff“, so Gensior. Bei dieser Behandlungsmethode werden gesunde Knorpelzellen minimalinvasiv entnommen und im Labor vermehrt. In einem zweiten Eingriff setzt der Mediziner die angezüchteten Zellen in den Defekt ein. Ziel ist es, wieder möglichst belastbares Knorpelgewebe entstehen zu lassen und damit das eigene Kniegelenk zu erhalten und Arthrose erst gar nicht entstehen zu lassen. Aber so eine Knorpelreparatur braucht ihre Zeit: Bis der Patient wieder richtig Sport treiben kann, ziehen in der Regel zehn bis zwölf Monate ins Land.  

Und weil es sich mit Knorpel einfach besser läuft, wird weiter geforscht mit Knorpelzellen aus der Nase und mit Stammzellen aus Nabelschnurblut.   

www.opnd.de

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