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Zwei Zahnärztinnen mit Unternehmergeist

Tsvetomira Naydenova und Stella Komitova haben die Zahnarztpraxis ihres Vorgängers in Düsseldorf nicht einfach übernommen – sie haben sie wie ein eigenes Projekt aufgebaut. Mit einer Vision, unternehmerischem Mut und dem Anspruch, Zahnmedizin neu zu denken.

Kennen sich bereits seit über 20 Jahren: Stella Komitova (r.) und Tsvetomira Naydenova (l.). / Foto: Bernd Obermann

Ihre gemeinsame Geschichte beginnt lange vorher. Beide stammen aus Bulgarien, kamen nach Deutschland und mussten sich hier alles neu erarbeiten – vor allem die Sprache. „Ohne Deutschkenntnisse konnten wir hier natürlich nicht studieren.“ sagt Stella Komitova. Sprachkurse, Prüfungen, Unsicherheit – der Start war hart und verlangte Tempo, Disziplin und Durchhaltevermögen.

Kennengelernt haben sie sich vor über 20 Jahren, später studierten sie zusammen Zahnmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Schon damals war klar: Sie ticken ähnlich. Präzise, ehrgeizig, mit dem Anspruch, Dinge wirklich gut zu machen.

Der Schritt in die Selbstständigkeit kam nicht zufällig. Ein Jahr lang bereiteten sie sich vor, analysierten Praxen, Strukturen, Abläufe. „Entweder war die Praxis zu klein oder sie entsprach nicht unseren Vorstellungen“, erzählt Stella Komitova.

Foto: Bernd Obermann

Als sie schließlich die passende Praxis an der Rethelstraße 150 im Düsseldorfer Zooviertel fanden, begann die eigentliche Arbeit. Die Übernahme wurde zum Kraftakt, der Start verzögerte sich, vieles musste neu verhandelt werden. „Es war ein großer Kampf, bis das wirklich unsere Praxis geworden ist“, sagt Stella Komitova.

Heute arbeiten sie auf 330 Quadratmetern mit fünf Behandlungsräumen – und einem Setup, das man eher aus jungen, dynamischen Unternehmen kennt: digital, effizient, klar strukturiert.

Ein zentrales Element ist der Intraoral-Scanner, der klassische Abdruckmethoden ersetzt. Statt Abdruckmasse entsteht ein 3D-Modell. „Gerade für Patienten mit Würgereiz ist das eine enorme Erleichterung“, erklärt Stelle Komitova. Auch die Diagnostik ist digital mit 3D-Röntgen und ermöglicht detaillierte Einblicke und eine deutlich präzisere Behandlungsplanung. „Wir können heute auf einem ganz anderen Niveau diagnostizieren.“

Der nächste Schritt ist bereits geplant: Der Zahnersatz soll direkt in der Praxis gefertigt werden – mithilfe von CAD/CAM-Technologie. Für die Patienten bedeutet das weniger Termine, schnellere Ergebnisse und klarere Abläufe.

Foto: Bernd Obermann

Trotz aller Technik steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb setzen die beiden Zahnärztinnen auf detaillierte Aufklärung, Transparenz und eine verständliche Begleitung. Ihre Philosophie ist ganzheitlich: „Zahnmedizin ist nicht nur ein einzelner Zahn.“ Die Mundgesundheit beeinflusst den gesamten Körper – von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Diabetes. Ihr Grundsatz: „Ein Zahn muss zuerst gesund sein, bevor er schön gemacht wird.“

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