16 Juli 2021

Zuschauen ist keine Option

Zuschauen ist keine Option

Am Fuße des Düsseldorfer Fernsehturms hat im Portobello-Gebäude einer der größten Versicherungsmakler der Region sein Büro: die BEST GRUPPE. Das bundesweit agierende mittelständische Unternehmen ist inhabergeführt und der Stadt Düsseldorf, den Verbänden, Organisationen und Institutionen sowie den Menschen vor Ort eng verbunden. Da geht noch mehr, dachte Geschäftsführer Christian von Göler, und stellt sich aktuell bei der IHK-Vollversammlung zur Wahl.

 © Alexander Vejnovic, das-fotostudio-duesseldorf.de

Die letzten anderthalb Jahre haben den Unternehmen und Menschen in der Region einiges abverlangt. „Viele haben zuweilen nicht gewusst, ob und wie es weiter geht. Selten zuvor gab es derart fundamentale Herausforderungen für die Wirtschaft“, blickt Christian von Göler zurück. Als die IHK Düsseldorf im April dieses Jahres mitten im Lockdown Unternehmer aufforderte, sich als Kandidaten für die nächste IHK-Vollversammlung aufstellen zu lassen, rannte sie bei von Göler offene Türen ein. Coronakrise hin oder her: Wer Zukunft gestalten und Teil einer starken Gemeinschaft sein möchte, kann nicht nur zuschauen, sondern muss mitmachen. Eine spannende Aufgabe erwartet die, die gewählt werden. Schließlich gehören der Industrie- und Handelskammer im Kammerbezirk zu Düsseldorf knapp 90.000 Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistung an. 

Die Macher

Ob in bundesweit agierenden Branchenverbänden, regional engagierten Vereinigungen oder aber im Rahmen eigener Förderprogramme – für den gebürtigen Süddeutschen und seine Kollegen gehört ehrenamtliches Engagement zum Erfolgskonzept der Unternehmensgruppe. So ist von Göler auch Mitglied im Vorstand des MedienHafen Düsseldorf e.V. Dort setzte er sich mit Unternehmen wie Merck Finck, Tigges Rechtsanwälte, Synnous Consulting und Dienstleister Werft 6 für ein kulturelles und wirtschaftliches Zusammenleben für die ein, die im Medienhafen eine berufliche wie private Heimat gefunden haben. „Unsere Aktivitäten sind dann auch der hiesigen IHK positiv aufgefallen. Zumindest rief diese 2018 zur Mitarbeit in einer Workshop-Reihe mit dem Titel ‚Medienhafen – hot spot or not spot‘ auf“, erinnert sich von Göler.  

Wenn er denn gewählt würde, was würde er dann machen? „Auf jeden Fall möchte ich daran mitwirken, Polarisierung und Kritik in Gemeinsinn und bestmögliche Entscheidungen zu verwandeln.“ 

Dass von Göler mit seinen Geschäftsführerkollegen nebst Team auch in Krisenzeiten ein gutes Standing hat, hat er gerade bewiesen. Tatsächlich ist der Versicherungsmakler bislang ohne nennenswerte Blessuren durch die Pandemie gekommen. Der Erfolgskurs der vergangenen Jahre konnte – wenn auch etwas gebremst – fortgesetzt werden. Das liegt laut von Göler auch an der ausgeprägten Kundenorientierung der fast 50-köpfigen Mannschaft, die mehr als 5.000 Mandaten betreut. „Wir sind schon ein recht buntes Team mit sehr individuellen Kompetenzen und sehr unterschiedlichen Skills. Wir haben sehr junge und sehr erfahrene Kollegen bei uns, aber alle gehen mit den Mandanten und mit uns vier Geschäftsführern durch dick und dünn. Gerade in der Krise haben wir gemerkt, dass sich alle weit über das reine Risiko- und Absicherungsmanagement hinaus einbringen. Wir sind dafür außerordentlich dankbar.“

Hybrides Arbeiten funktioniert

Wie haben er und seine Geschäftsführerkollegen das Schiff durch die Krise manövriert? „Sicherheit ist unser Geschäft und unsere Kernkompetenz. Daher haben wir von Anfang an auf höchsten Schutz gesetzt. Wir sind in Wechselschicht zwischen Büro und Heimarbeit übergegangen, haben Prozesse optimiert und wo es ging digitalisiert“, berichtet von Göler, der selbst sehr technikaffin ist. Damit alles auch während des Lockdowns rund lief, haben die Unternehmer in Hard- und Software investiert und hybride Informations- und Kommunikationsformate eingeführt. 

Rituale sind auch im Homeoffice wichtig. Bei einem virtuellen monatlichen Business-Brunch mit Snacks werden seitdem alle Mitarbeiter z. B. über Entwicklungen in der Branche und in den einzelnen Geschäftsfeldern informiert. Ein anderes Format, bei dem die Teilnahme freiwillig ist und das ebenfalls einmal im Monat digital stattfindet, dient dem Austausch auf privater Ebene. Und wer etwas für seine körperliche Fitness tun möchte, kann an einer wöchentlichen, virtuellen Sporteinheit teilnehmen. „Ein Großteil der Belegschaft nutzt diese Angebote. Wir haben Spaß miteinander, geben einander Halt. Das ist vor allem in herausfordernden Zeiten wichtig“, so von Göler.

Transparenz, Modernisierung und Geschwindigkeit, das bringt die Digitalisierung mit sich, auch wenn das allein noch kein Glückselig-Macher ist. Aber sie ist für die BEST GRUPPE ein unverzichtbares Hilfsmittel, um erfolgreich, qualitativ und quantitativ hochwertige Arbeit leisten zu können. „Wir haben vieles ausprobiert und teilen unsere Erfahrungen gerne auch mit anderen Mittelständlern.“ 

Wie hat die Pandemie das Unternehmen verändert? Neben den Hepa-Filtern in den Büros, Masken und Desinfektionsmitteln an jeder Ecke sowie regelmäßigen Antigentests ist quasi über Nacht ein völlig neues Arbeitsmodell entstanden. „Was uns daran gefällt, sind die Flexibilität, das Verantwortungsbewusstsein füreinander auch in schwierigen Zeiten. Und dass Spaß bei uns immer noch groß geschrieben wird.“ 

Susan Tuchel

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