2 Februar 2020

Platzvergabe für Kitas Pädagogen gesucht

Platzvergabe für Kitas  Pädagogen gesucht

In einem ersten Schritt werden schon jetzt rund die Hälfte der neuen Kita-Plätze vergeben/ Pädagogisches Fachpersonal gesucht

Viele Eltern wünschen sich eine frühzeitige Planungssicherheit darüber, ob ihr Kind zum Start des neuen Kita-Jahres 2020/21 am 1. August einen Platz in einer Kindertageseinrichtung erhält. Sie können sich jetzt Hoffnung machen, im ersten Schwung bei der Kita-Platzvergabe berücksichtigt zu werden. In einem ersten Verfahrensschritt können mit Beginn der Platzvergabe am 1. Februar von den 6.900 Plätzen in den Kitas bereits rund 3.500 vergeben werden.

“Die Eltern, die in dieser Phase noch keinen Platz erhalten haben, sollten die nächsten zwei Verfahrensschritte abwarten. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass fast alle Betreuungswünsche über die bereitstehenden Plätze in den Kitas und der Tagespflege erfüllt werden können. Es liegt dabei aber in der Natur der Sache, dass nicht immer der Wunschplatz vermittelt werden kann,” stellt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche zum Start der Kitaplatzvergabe fest und ergänzt: “Wir werden im Bereich der Unter- und Über-Dreijährigen so viele Betreuungsmöglichkeiten anbieten, wie noch niemals zuvor!”

Dazu Jugendamtsleiter Johannes Horn: “Im Zeitraum März bis Mai werden im zweiten Vergabeschwung weitere 2.000 Betreuungsverträge geschlossen und von Juni bis August nochmal 1.500. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die in der Tagespflege betreuten Kinder, sofern sie das dritte Lebensjahr erreicht haben, zum 1. August in eine Kita wechseln. Deren Kita-Platz stellen wir sicher, sodass rund 1.000 Kinder unter drei Jahren dann einen Platz in einer Tagespflegestelle finden können. Und auch nach dem 1. August werden weitere Kitas fertiggestellt, die dann weitere Kinder aufnehmen können. Eltern, die nach einer Betreuungsmöglichkeit für ihr Kind suchen und nicht gleich jetzt ein Betreuungsangebot erhalten, haben also noch viele weitere gute Aussichten auf ein Betreuungsangebot für ihr Kind.”

In Düsseldorf sind in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um die quantitative und qualitative Kinderbetreuung zu verbessern. So wurden im Kalenderjahr 2019 über 1.300 neue Betreuungsplätze geschaffen. Zum Jahreswechsel gab es insgesamt über 9.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und über 18.000 Plätze für Kinder über drei Jahren. Dabei wird das Jugendamt den Platzausbau unvermindert fortsetzen. Das heißt, dass auch in diesem Jahr 1.000 zusätzliche Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen für Kinder sowie 300 zusätzliche Betreuungsplätze in der Kindertagespflege geschaffen werden. Dadurch kann die vollständige Deckung des Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder ab drei Jahren sichergestellt werden. Bei den Kindern unter drei Jahren kann nach der Planung eine Versorgungsquote von 50 Prozent erreicht werden.

Fachpersonal gesucht

Ein Mehr an betreuten Kindern bedeutet auch, dass es einen stetig steigenden Bedarf an pädagogischen Fachpersonal gibt. Dem trägt das Jugendamt mit einer Recruiting-Kampagne zur Gewinnung von Kita-Fachkräften Rechnung, wie die stellvertretende Jugendamtsleiterin Dagmar Niederlein erläutert: “Wir müssen neue Wege gehen, um den hohen Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern zu decken. Es geht letztlich darum, mehr Menschen für den Erzieherberuf zu begeistern. Daher stellen wir in unserer Kampagne die Vorteile des Berufs heraus und möchten mit Vorurteilen aufräumen: Es stimmt nämlich nicht mehr, dass der Erzieherberuf generell niedrig bezahlt ist. Hier müssen wir über die Verdienstmöglichkeiten aufklären. Auch ist der Erzieherberuf für Männer und Frauen gleichermaßen interessant. Wir würden gerne mehr männliche Erzieher gewinnen. Insgesamt braucht das Berufsfeld eine Aufwertung des Images. Daran arbeiten wir.”

Für Stadtdirektor Burkhardt Hintzsche ist das Ziel klar: “Wir möchten auf jeden Fall vermeiden, dass neue Einrichtungen fertiggestellt werden, diese aber nicht den Betrieb aufnehmen können, weil das benötigte Fachpersonal fehlt. Daher betrachten wir beide Seiten derselben Medaille.”

Mehr Informationen zur Recruiting-Kampagne ist zu finden unter www.duesseldorf.de/erziehen

Bild: Flyer zur Recruiting-Kampagne für pädagogisches Fachpersonal des Jugendamtes
© Landeshauptstadt Düsseldorf