27 April 2016

Weltoffene und vielfältige Stadtkultur in Düsseldorf

Weltoffene und vielfältige Stadtkultur in Düsseldorf

 

Bereits zum 15. Mal findet der Japan-Tag statt

Seit 2002 gibt es in der Landeshauptstadt regelmäßig im Mai bzw. Juni einen Japan-Tag. In diesem Jahr findet der Japan-Tag am 21. Mai statt. Er hat sich zu einem der beliebtesten Düsseldorfer Ereignisse entwickelt. Im Rahmen eines deutsch-japanischen Begegnungsfestes bringen die in Düsseldorf lebenden Japaner den Besuchern die Kultur ihrer Heimat nahe. Das farbenfrohe Fest ist geprägt von fantasievollen Kostümen, traditionellen Gewändern und einem abwechslungsreichen und kulturell gestalteten Bühnenprogramm.
Der Japan-Tag steht für eine weltoffene und vielfältige Stadtkultur in Düsseldorf. Rund um den Burgplatz, den Landtag und die Rheinuferpromenade bis hin zum Mannesmannufer gibt es über 60 Infostände, die die Besucher über die über die zahlreichen Facetten der japanischen Kunst und Kultur informieren. Auch dem Klang traditioneller Musikinstrumente kann das Düsseldorfer Publikum lauschen. Zwischen den musikalischen Darbietungen zeigen Kampfsportgruppen ihre Choreografien oder werden Vorträge zu japanischer Kultur gehalten. Auf verschiedenen Bühnen wird sowohl die traditionelle japanische Kultur als auch die Pop-Kultur präsentiert. Allein auf der Hauptbühne am Burgplatz treten am Veranstaltungstag während eines einzigartigen elfstündigen Programms über 400 Akteure auf. Kulinarische Spezialitäten wie Sushi, Ramen oder Mochi stärken die Besucher, während sie am Rheinufer entlangschlendern.

Highlight des Tages

Das Highlight des Japan-Tags ist jedes Jahr der abendliche Feuerzauber – das größte japanische Feuerwerk Europas, das gegen 23 Uhr startet und ca. 25 Minuten dauert. In mehreren Szenen wird mit handgefertigten Feuerwerkskörpern je ein Aspekt der japanischen Kultur dargestellt. „Hanabi“ nennt sich die Pyrotechnik aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die Technik nutzt runde Effektbehälter, Bombetten genannt, die ihre bunten Sterne gleichmäßig in Form einer Kugel verteilen können. Westliches Feuerwerk hingegen kennt ausschließlich zylindrische Bombetten, die ihre Ladung in eine bestimmte Richtung abgeben.

Manga-Fans in außergewöhnlichen Kostümen

Am Japan-Tag wird Düsseldorf zum Magnet für zahlreiche Manga-Fans. In bunten Verkleidungen ihrer Lieblingsfiguren bevölkern sie das Japan am Rhein. Cosplay nennt sich der Trend aus Fernost – ein Kofferwort aus Englisch „Costume“, Kostüm, und „Play“, Spiel.
Viele der Manga-Figuren haben nichts dagegen, zum Fotomotiv zu werden. Manch ein Pikachu, Doraemon oder Son-Goku lässt sich zudem gerne umarmen. Zu erkennen ist das an Schildern, die am Körper der Cosplayer hängen. Die Aufschrift lautet „Free Hugs“, kostenlose Umarmungen.

„Little Tokio“ Düsseldorf

Düsseldorf ist mit ca. 8.200 Japanern, die hier leben und arbeiten, die größte japanische Gemeinde in ganz Deutschland. In Europa belegt Düsseldorf nach London und Paris Platz drei. So kommt es, dass in der Region Düsseldorf mehr als ein Viertel der Japaner in Deutschland zuhause sind. Seit 1971 besteht in Düsseldorf die Japanische Internationale Schule, die in einem Neubau im linksrheinischen Oberkassel liegt. Ein erster japanischer Kindergarten wurde 1983 ins Leben gerufen, mittlerweile gibt es bereits vier. Das Zusammenleben zwischen Japanern und Düsseldorfern wird immer enger und hat längst freundschaftliche Züge angenommen. Als Zeichen des Dankes für die erwiesene Gastfreundschaft richtete die Japanische Gemeinde schon 1975 den Düsseldorfer Bürgern einen Japanischen Garten ein.

 

Weitere Infos zum Japan-Tag:

http://www.japantag-duesseldorf-nrw.de