24 August 2016

Gaslaternen und Industriegeschichte

Gaslaternen und Industriegeschichte


Stadtspaziergang zu den Mannesmann-Gebäuden mit Prof. Horst A. Wessel
Künstler und Stadtführer unterstützen die Bürgerinitiative

An prominenter Stelle wird die Düsseldorfer Gasbeleuchtung beim NRW-Geburtstagsfest am Wochenende, 27. und 28. August 2016, mit Live-Demonstrationen vertreten sein. In unmittelbarer Nähe des Landtags präsentieren der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) und die Initiative Düsseldorfer Gaslicht das Projekt „Erhalt des Industriedenkmals Düsseldorfer Gasbeleuchtung“, eines der wichtigsten Zeugnisse rheinischer Industriegeschichte. Der Gaslichtkünstler Mr. Gasketeer wird mehrere Gaslaternen aufbauen und so die Technologie erlebbar machen. Außerdem ist der Stand Ausgangspunkt geführter Stadtspaziergänge unter dem Motto „Die Bedeutung des Hafengeländes und des Mannesmannufers für die Landesregierung und die Landeshauptstadt“, die der Industriehistoriker Prof. Horst A. Wessel leitet. Unterstützt wird die Bürgerinitiative am Wochenende auch von einigen Künstlern. Die Sängerin Odetta Vrba wird mehrmals am Stand auftreten, ebenso wie der Saxofonist Eike Drück. Stadtführerin Antje Kahnt rundet das Programm im historischen Kostüm ab.

„Im Industriegebiet an Rhein und Ruhr wurde Düsseldorf das Zentrum der deutschen Stahlröhrenindustrie. Insbesondere von Mannesmann wurden ganz wichtige Entwicklungen für die Gasbeleuchtung vorangetrieben. Wir haben das Glück, dass diese Technik in Düsseldorf erhalten geblieben ist und nach wie vor das Stadtbild prägt. Sie steht in einer Reihe mit den Architektur-Ikonen von Peter Behrens und Paul-Schneider-Esleben, die das Düsseldorfer Rheinufer entscheidend mitgestalten,“ erläutert Reinhard Lutum vom RVDL das Engagement für die Bewahrung der Kulturlandschaft und damit auch für die bedrohten Gaslaternen.

„Der Stadtratsbeschluss vom Dezember war ein Schritt in die richtige Richtung. Trotz Abrissstopp sind aber weiter Gaslaternen entfernt und durch Lösungen ersetzt worden, die keineswegs nach Provisorium aussehen,“ stellt Lutz Cleffmann von der Bürgerinitiative weiter fest. Er verweist auf die breite Unterstützung für den Erhalt der Gaslaternen in der Bevölkerung. 10.000 Unterschriften bei der Petition und rund 2.200 Facebook-Follower seien ein deutliches Signal.

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